Tarot Decks

Ursprünglich war Tarot ein französisches Kartenspiel, ein Zusammenhang mit dem damaligem und dem heutigen Tarot kann nicht ausgeschlossen aber auch nicht nachgewiesen werden. In Esoterikkreisen erlauben diese Spekulationen gerne weit führende Diskussionen. Spricht man heute von Tarot, so meint man das Kartenlegen im hellseherischen Sinne.

Ein Tarot Deck besteht im Allgemeinen aus 78 Karten, allerdings gibt es auch einige Decks, die nur 74 Karten haben, sowie auch einige Wenige, die 80 Karten beinhalten. Die Gründe hierfür sind verschieden. Dem Esoteriker werden die Namen „große und kleine Arkana“ (lat. arcanum = Geheimnis) ein Begriff sein, es sei angemerkt, dass es einige wenige Decks gibt, die nur die 22 Karten der großen Arkana beinhalten. Die in Fachkreisen bekanntesten Tarot Decks sind wohl das Marseille Tarot, das Crowley- Tarot und Rider-Waite-Tarot. Daneben gibt es dann noch eine Reihe andere Kartendecks wie zum Beispiel Das Dali-, das Lenormand- und das Petersen-Tarot und noch viele weitere.

Zwar ist das Tarot in seiner Ganzheit ein Teil der Esoterik, trotzdem gibt es zwei verschiedene Begriffserklärungen hierfür. Auf der einen Seite wäre da die esoterisch-spirituelle Erklärung, die sich auf dem Begriff der Synchronizität stützt. Carl Gustav Jung, Begründer der Analytischen Psychologie, war der Meinung, dass ein Zusammenhang zwischen dem Legen der Karten und den derzeitigen Ereignissen des Lebens desjenigen zu finden ist, der die Karten befragt. Auf der anderen Seite wäre da die psychologische Erklärung, welche bei der Legung eher die innersten Gedanken des Fragenden nach außen kehrt. Die Symbole der Karten bewirken bei den Fragenden bestimmte Reaktionen, sie assoziieren die Bedeutung des Symbols mit einem Teil ihrer derzeitigen Lebenssituation und bekommen hier eine Art Hilfe mit einer bestimmten Situation fertig zu werden. Tatsächlich werden Tarot-Karten in der Psychologie auch als Teil einer Therapie genutzt.

Es gibt eine Reihe von Legesystemen für das Tarot, welches letztlich zur Anwendung kommt, liegt auch ein wenig an dem Fragenden, bzw. an den Fragen, die er beantwortet haben möchte. Möchte er gezielt etwas über die Bedeutung einer Beziehung wissen, so wird der Kartenleger wohl das Beziehungsspiel wählen, geht es um eine kurze Zusammenfassung der allgemeinen Situation, so kann man durchaus das kleine Kreuz wählen. Eine so genannte Bestandsaufnahme des eigenen Daseins lässt sich anhand des astrologischen Kreises heraus lesen. Der Partnerschaftskreis gibt Auskunft über den momentanen Bestand einer Partnerschaft. Die Legetechnik „Der blinde Fleck“ erzählt dem Fragenden, was andere über ihn denken, er selber aber nicht erahnen würde. Das Entscheidungsspiel zeigt dem Fragenden zwei Wege auf, die er möglicher Weise gehen kann, die Entscheidung hierüber liegt aber beim Fragenden. Die wohl bekannteste Legetechnik ist das so genannte keltische Kreuz, anhand dessen eine Reihe von Fragen beantwortet werden können.

Diese Ausführungen könnten noch weitergeführt werden, sollten aber nur einige Beispiel nennen. Damit soll verdeutlicht werden, dass letztlich nicht die Legetechnik wichtig für das Ergebnis ist, sondern die Stellung der Frage – also der Wunsch des Ergebnisses – sollten dem Kartenleger genügen, um ein bestimmtes Legesystem anzuwenden.

Für einen Fragenden sei hier kurz angemerkt, dass Karten wie „Der Tod“ oder „Abschied“ nicht immer unbedingt etwas Negatives bedeuten müssen. Generell bleibt zu sagen, dass das Kartenlegen zwar zu den Wahrsagungen gehören, aber letztlich doch auch eher Hilfe zur Selbsthilfe sein kann.